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Kommissionssitzung am 16./17. Juli 2020: "Alte" und "neue" soziale Bewegungen

Hier folgt nach der Kommissionssitzung am 16./17. Juli 2020 der Bericht der Kommission.

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In der Forschung zu sozialen Bewegungen wird häufig unterschieden zwischen den ‚Neuen sozialen Bewegungen‘ und den ‚alten‘ sozialen Bewegungen wie der Arbeiterbewegung, wobei diese Zuschreibung des Alten schon ein erinnerungspolitischer Akt ist. Für die Erinnerungsgeschichte sozialer Demokratie greift diese Perspektive auf politischen Protest und soziale Bewegungen also zu kurz.

Stattdessen stellen sich andere Fragen: Welche Bewegungen berufen sich auf welche, gegebenenfalls gemeinsame, Traditionen? Gibt es dabei konkurrierende Narrative zu einschlägigen Protestereignissen? Beriefen sich die ‚68er-Bewegung‘ und die sogenannten ‚Neuen sozialen Bewegungen‘ auf die Tradition der Arbeiterbewegung oder herrschte hier Abgrenzung vor? Welchen Platz haben heute die Proteste der 1960er bis 1980er Jahre im kollektiven Gedächtnis der Akteure sozialer Demokratie?

Konkret: Wenn Ökologie und Feminismus heute als Grundwerte der Gewerkschaftsbewegung präsentiert werden, geschieht das dann im Rückgriff auf ‚Neue soziale Bewegungen‘ oder auf länger zurückliegende ‚eigene‘ Traditionen? Und nicht zuletzt: Wie werden und wurden, an der Schnittstelle von Gewerkschaften und Bewegungsakteur_innen, über die Erinnerung an Protest Politik- und Organisationsverständnisse ausgehandelt und gegebenenfalls verändert?

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